Theraplay® nach Ann Jernberg

Beziehung stärken. Spielerisch unterstützen.

Gemeinsam spielen, lachen und Neues aus­probieren: Theraplay® nutzt positive Inter­aktionen zwischen Kind und Bezugs­person, um Be­ziehung, Ver­trauen und Ent­wicklung zu unterstützen.

In einem hellen Raum unterhalten sich drei Personen: Eine Frau mit Brille deutet auf einen lächelnden kleinen Jungen, der mit einem Holzspielzeug spielt, während eine andere Frau das Geschehen aufmerksam beobachtet. - Logopädische Praxis Christina Kopp

Klingt nach Spieltherapie – was ist das genau?

Theraplay® ist eine von der Psychologin Ann Jernberg entwickelte, interaktive und direktive Form der Spieltherapie.

„Direktiv“ bedeutet: Nicht das Kind muss entscheiden, was in der Therapiestunde passiert. Die Therapeutin übernimmt die Führung und wählt gezielt Spiele und Aktivitäten aus, die zu den Bedürfnissen und zum Entwicklungsstand des Kindes passen.

Dabei geht es um unmittelbare gemeinsame Erfahrungen: miteinander spielen, etwas schaffen, Nähe erleben, Herausforderungen bewältigen und Freude miteinander haben.

Struktur – Sicherheit erleben

Klare und vorhersehbare Abläufe können Kindern Orientierung und Sicherheit geben.

Die erwachsene Bezugsperson übernimmt Verantwortung und gestaltet die Situation so, dass das Kind sich darauf einlassen kann.

Engagement – miteinander in Kontakt kommen

Fürsorgliche Momente vermitteln Nähe, Ruhe und Geborgenheit.

Dabei orientieren sich die Aktivitäten immer daran, was für das einzelne Kind angenehm und passend ist.

Spielend wachsen.

Herausforderung – sich etwas zutrauen

Kleine spielerische Herausforderungen ermöglichen neue Erfahrungen: etwas ausprobieren, eine Aufgabe schaffen und erleben, dass man etwas bewirken kann.

So können Selbstvertrauen und Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten wachsen.

Für welche Kinder kann Theraplay® sinnvoll sein?

Kinder zeigen auf sehr unterschiedliche Weise, wenn ihnen bestimmte Entwicklungs- oder Beziehungssituationen schwerfallen.

Manche ziehen sich stark zurück oder finden nur schwer Kontakt zu anderen. Andere benötigen besonders viel Aufmerksamkeit, reagieren schnell impulsiv oder haben Schwierigkeiten, sich auf gemeinsame Situationen einzulassen.

Theraplay® kann je nach individueller Situation beispielsweise in Betracht kommen, wenn ein Kind Unterstützung dabei benötigt,

Ob Theraplay® für ein Kind geeignet ist, lässt sich nicht allein an einem bestimmten Verhalten oder einer Diagnose festmachen. Entscheidend sind immer die individuelle Entwicklung und die Situation des Kindes und seiner Familie.

Warum werden Eltern und Bezugspersonen einbezogen?

Beziehung entsteht nicht nur während einer Therapie­stunde.

Deshalb spielen Eltern und andere wichtige Bezugs­personen bei Theraplay® eine zentrale Rolle. Sie erleben gemeinsam mit ihrem Kind neue Formen der Interaktion und können hilfreiche Erfahrungen nach und nach auch in den Alltag übertragen.

Dabei geht es nicht darum, Eltern zu zeigen, wie sie es „richtig“ machen sollen.

Vielmehr möchten wir gemeinsam herausfinden, was dem Kind Sicherheit gibt, Verbindung schafft und positive gemeinsame Erfahrungen ermöglicht.

Wie sieht eine Theraplay®-Stunde aus?

Die Einheit ist klar strukturiert und wird von der Therapeutin aktiv gestaltet.

Zum Einsatz kommen einfache, spielerische Aktivitäten und Rituale, für die meist nur wenige Materialien benötigt werden. Dabei stehen die direkte Begegnung und das gemeinsame Erleben im Mittelpunkt.

Welche Spiele und Aktivitäten ausgewählt werden, richtet sich nach dem Entwicklungsstand und den individuellen Bedürfnissen des Kindes.

Es geht nicht darum, besonders gut zu spielen oder Aufgaben perfekt zu erfüllen. Entscheidend ist die Erfahrung, etwas gemeinsam zu erleben.

Was unterscheidet Theraplay® von klassischer Spieltherapie?

Bei Theraplay® bestimmt nicht das Kind allein, womit und wie gespielt wird. Die Therapeutin plant und führt die Aktivitäten gezielt.

Auch das Gespräch über Schwierigkeiten steht nicht im Mittelpunkt. Viele Erfahrungen entstehen unmittelbar im gemeinsamen Tun.

Typisch für Theraplay® sind deshalb kurze, einfache und häufig körperlich aktive Spiele und Rituale, die Beziehung und Interaktion in den Mittelpunkt stellen.

Das gemeinsame Erleben zählt.

Theraplay® setzt dort an, wo Beziehung unmittelbar entsteht: im gemeinsamen Moment.

Ein Blick, ein kleines Spiel, gemeinsames Lachen oder eine Aufgabe, die zusammen gelingt, kann eine neue Erfahrung schaffen.

Viele kleine positive Erfahrungen können dazu beitragen, dass sich ein Kind sicherer auf andere einlässt, Vertrauen entwickelt und sich selbst als wirksam erlebt.

Sie möchten wissen, ob Theraplay® zu Ihrem Kind passen könnte? Lernen wir uns kennen.

Wenn Sie sich Gedanken über die Entwicklung oder das Verhalten Ihres Kindes machen oder Theraplay® bereits empfohlen wurde, nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf. Gemeinsam schauen wir auf Ihre Situation und klären, welche Form der Unterstützung für Ihr Kind und Ihre Familie sinnvoll sein kann.

Theraplay® wird individuell auf das Kind und seine Bezugspersonen abgestimmt. Nicht eine bestimmte Diagnose entscheidet darüber, ob der Ansatz geeignet ist, sondern die persönliche Situation, der Entwicklungsstand und die therapeutische Zielsetzung. Mehr Informationen finden Sie unter www.theraplay.de

Wir sind für Sie da – in Weiden & Neustadt/WN

Unsere Praxis in Weiden

Bismarckstraße 25
92637 Weiden i.d.OPf.
Telefon: +499619302801

Unsere Praxis in Neustadt/WN

Felixallee 9
92660 Neustadt a.d. WN
Telefon: +499619302801

Noch Fragen zur Therapie?

Gut zu wissen, bevor es losgeht.

Wie schnell bekommen wir einen Therapieplatz?

Das lässt sich leider nicht pauschal sagen. Je nach Auslastung, Therapiebedarf und Ihren zeitlichen Möglichkeiten kann es zu Wartezeiten kommen. Wir versuchen, Ihnen so bald wie möglich einen passenden Therapieplatz anzubieten.

Wenn Sie bei Wochentag und Uhrzeit flexibel sind, kann es häufig schneller gehen. Teilen Sie uns deshalb bei Ihrer Anfrage gerne mit, welche Zeiten für Sie grundsätzlich möglich sind.

Viele Familien benötigen Termine nach Kindergarten oder Schule, Berufstätige bevorzugen den späteren Nachmittag. Entsprechend groß ist die Nachfrage in diesen Zeiten – und freie Termine sind dort oft schneller vergeben. Das ist auch bei anderen logopädischen Praxen ein typisches Muster. 

Wenn Sie einen Termin am Vormittag oder frühen Mittag ermöglichen können, lässt sich deshalb unter Umständen deutlich früher ein Therapieplatz finden. Sprechen Sie uns einfach darauf an – gemeinsam schauen wir, was sich mit Ihrem Alltag vereinbaren lässt.

Wenn ein Vormittagstermin angeboten wird, besprechen wir mit Ihnen, ob und wie dieser für Ihre persönliche Situation infrage kommt. Gerade bei längerfristigen Therapien soll der Termin schließlich nicht nur fachlich sinnvoll sein, sondern auch möglichst gut in den Alltag passen.

Wenn ausschließlich Termine am späten Nachmittag möglich sind, sagen Sie uns das bitte bei der Anmeldung. Dann berücksichtigen wir dies bei der Terminplanung – möglicherweise ist damit allerdings eine längere Wartezeit verbunden.

Für eine logopädische Behandlung als Heilmittel benötigen Sie eine ärztliche oder – bei bestimmten Indikationen – zahnärztliche Verordnung. Sie müssen mit der Kontaktaufnahme bei uns aber nicht warten, bis Ihnen die Verordnung vorliegt. Gerade wenn mit einer Wartezeit zu rechnen ist, ist eine frühzeitige Anfrage sinnvoll.

Wichtig ist, dass die Verordnung zum tatsächlichen Therapiebeginn gültig ist. Bei gesetzlich Versicherten muss eine Heilmittelbehandlung grundsätzlich innerhalb von 28 Kalendertagen nach Ausstellung beginnen; bei als dringlich gekennzeichneten Verordnungen innerhalb von 14 Tagen.

Wie häufig und in welchen Abständen die Behandlung stattfindet, richtet sich nach der Verordnung und dem individuellen Therapiebedarf. Der Heilmittelkatalog sieht je nach Indikation unterschiedliche Frequenzen vor; häufig kommen beispielsweise ein bis mehrere Termine pro Woche infrage.

Wie wir die Termine konkret planen, besprechen wir gemeinsam mit Ihnen. Dabei berücksichtigen wir sowohl die therapeutischen Anforderungen als auch die Möglichkeiten im Alltag.

Zunächst möchten wir Sie beziehungsweise Ihr Kind kennenlernen. Wir sprechen über den Anlass für die Behandlung, die bisherige Entwicklung und darüber, was Ihnen im Alltag auffällt oder Schwierigkeiten bereitet.

Je nach Anliegen schließen sich eine logopädische Diagnostik und erste therapeutische Schritte an. Daraus entwickeln wir die individuellen Therapieziele und besprechen mit Ihnen, wie es weitergeht.