Redeflussstörungen

Wenn Sprechen ins Stocken gerät.

Manchmal wollen die Worte nicht so fließen, wie man möchte. Laute wiederholen sich, das Sprechen bleibt hängen oder wird so schnell, dass die Verständlichkeit leidet.

Eine Frau und ein kleiner Junge sitzen an einem weißen Tisch und spielen gemeinsam ein Brettspiel. Sonnenlicht fällt herein, und im Hintergrund sind Malutensilien zu sehen, was eine warme Atmosphäre schafft, die ideal ist, um die Kommunikation zu fördern – perfekt für alle, die auf der Suche nach einem Logopädie-Anbieter in Weiden sind. - Logopädische Praxis Christina Kopp

Wann ist es sinnvoll, den Redefluss genauer anzuschauen?

Stottern und Poltern gehören zu den Störungen des Sprechflusses. Aber was ist was und wann gilt es zu handeln? Wir beraten Sie genau zu diesen Fragen.

Ein genauerer Blick ist sinnvoll, wenn das Sprechen häufiger ins Stocken gerät, sich die Auffälligkeiten verstärken oder das Kind selbst darauf reagiert. Auch Anspannung, Vermeidung bestimmter Wörter oder Situationen und zunehmende Unsicherheit können Hinweise sein.

Bei Jugendlichen und Erwachsenen steht zusätzlich die Frage im Mittelpunkt, wie sehr Stottern oder Poltern die Kommunikation und den persönlichen Alltag beeinflussen.

Stottern – wenn der Sprechfluss unterbrochen wird

Beim Stottern kann der Redefluss auf unterschiedliche Weise ins Stocken geraten. Einzelne Laute oder Silben werden wiederholt, Laute ungewöhnlich lange gedehnt oder das Sprechen bleibt für einen Moment ganz hängen.

Manche Menschen entwickeln mit der Zeit Strategien, um solche Situationen zu vermeiden. Sie tauschen Wörter aus, verändern Sätze oder versuchen, bestimmten Gesprächen aus dem Weg zu gehen.

Deshalb betrachten wir nicht nur das hörbare Stottern. Ebenso wichtig ist, wie ein Mensch sein eigenes Sprechen erlebt und welche Auswirkungen es auf seinen Alltag hat.

Poltern – wenn das Sprechen zu schnell wird

Poltern klingt anders als Stottern. Häufig ist das Sprechtempo sehr schnell oder unregelmäßig. Laute und Silben können verschluckt werden, Wörter miteinander verschmelzen und das Gesagte dadurch schwer verständlich werden.

Wiederholungen, Satzabbrüche oder Schwierigkeiten, Gedanken beim Sprechen klar zu strukturieren, können auftreten.

Betroffenen selbst fällt nicht immer auf, wann ihre Sprache für andere schwer verständlich wird. In der Therapie kann deshalb auch die Wahrnehmung des eigenen Sprechens eine wichtige Rolle spielen.

Sprechen darf Zeit brau­chen.

Was können Eltern tun, wenn ihr Kind stottert?

Wenn ein Kind beginnt zu stottern, entstehen bei Eltern verständlicherweise viele Fragen. Soll ich helfen? Den Satz beenden? Mein Kind ans langsame Sprechen erinnern?

Am wichtigsten ist zunächst: Lassen Sie Ihr Kind aussprechen und hören Sie auf das, was es erzählen möchte.

Gut gemeinte Aufforderungen wie „Sprich langsam“, „Hol erst einmal Luft“ oder „Denk noch einmal nach“ können zusätzlichen Druck erzeugen. Besser ist es, dem Kind Zeit zu geben und das Stottern nicht zum Mittelpunkt jedes Gesprächs zu machen.

Wenn Ihr Kind selbst über sein Stottern spricht oder sich darüber ärgert, darf das Thema offen angesprochen werden.

Wie kann die Therapie unterstützen?

Zu Beginn schauen wir genau hin: Wie zeigt sich das Stottern oder Poltern? In welchen Situationen fällt das Sprechen leichter oder schwerer? Und wie erlebt die betroffene Person selbst ihren Redefluss?

Die Therapie richtet sich individuell nach Alter, Form der Redeflussstörung und den individuellen Bedürfnissen.

Je nach Situation können wir beispielsweise daran arbeiten,

Dabei geht es nicht darum, einen Menschen ständig auf seine Art zu sprechen aufmerksam zu machen. Entscheidend ist, Kommunikation möglichst sicher und selbstbestimmt zu erleben.

Worte dürfen stocken.

Die
Ge­dank­en nicht.

Und bei Jugendlichen und Erwachsenen?

Nicht nur Kinder sind von Stottern oder Poltern betroffen.

Bei Jugendlichen und Erwachsenen können ganz andere Situationen in den Vordergrund rücken: Gespräche in Schule, Ausbildung oder Beruf, Telefonate, Präsentationen, das Kennenlernen neuer Menschen oder ganz alltägliche Begegnungen.

Gemeinsam schauen wir darauf, welche Situationen besonders herausfordernd sind und welche therapeutischen Möglichkeiten dabei helfen können, freier und selbstsicherer zu kommunizieren.

Das Ziel ist dabei individuell. Nicht für jeden Menschen bedeutet eine erfolgreiche Therapie, vollkommen flüssig zu sprechen.

Reden wir offen über Stottern und Poltern.

Stottern oder Poltern sagt nichts über Intelligenz, Persönlichkeit oder darüber aus, was ein Mensch zu sagen hat.

Trotzdem erleben Betroffene häufig gut gemeinte Ratschläge, ungeduldige GesprächspartnerInnen oder Situationen, in denen ihnen Wörter und Sätze abgenommen werden.

Ein selbstverständlicher Umgang kann viel verändern: zuhören, Blickkontakt halten, aussprechen lassen – und dem Inhalt die Aufmerksamkeit geben, die er verdient.

Sie machen sich Gedanken über den Redefluss Ihres Kindes – oder über Ihr eigenes Sprechen? Reden wir darüber.

Wenn Sie Stottern oder Poltern beobachten, sich Veränderungen im Sprechen zeigen oder der Redefluss im Alltag zunehmend belastet, nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf. Gemeinsam schauen wir genauer hin und klären, welche Unterstützung sinnvoll sein kann.

Sie müssen nicht erst abwarten, bis Stottern oder Poltern zu einer großen Belastung geworden ist. Wenn Sie unsicher sind, kann eine fachliche Einschätzung dabei helfen, die Situation besser einzuordnen.

Wir sind für Sie da – in Weiden & Neustadt/WN

Unsere Praxis in Weiden

Bismarckstraße 25
92637 Weiden i.d.OPf.
Telefon: +499619302801

Unsere Praxis in Neustadt/WN

Felixallee 9
92660 Neustadt a.d. WN
Telefon: +499619302801

Noch Fragen zur Therapie?

Gut zu wissen, bevor es losgeht.

Wie schnell bekommen wir einen Therapieplatz?

Das lässt sich leider nicht pauschal sagen. Je nach Auslastung, Therapiebedarf und Ihren zeitlichen Möglichkeiten kann es zu Wartezeiten kommen. Wir versuchen, Ihnen so bald wie möglich einen passenden Therapieplatz anzubieten.

Wenn Sie bei Wochentag und Uhrzeit flexibel sind, kann es häufig schneller gehen. Teilen Sie uns deshalb bei Ihrer Anfrage gerne mit, welche Zeiten für Sie grundsätzlich möglich sind.

Viele Familien benötigen Termine nach Kindergarten oder Schule, Berufstätige bevorzugen den späteren Nachmittag. Entsprechend groß ist die Nachfrage in diesen Zeiten – und freie Termine sind dort oft schneller vergeben. Das ist auch bei anderen logopädischen Praxen ein typisches Muster. 

Wenn Sie einen Termin am Vormittag oder frühen Mittag ermöglichen können, lässt sich deshalb unter Umständen deutlich früher ein Therapieplatz finden. Sprechen Sie uns einfach darauf an – gemeinsam schauen wir, was sich mit Ihrem Alltag vereinbaren lässt.

Wenn ein Vormittagstermin angeboten wird, besprechen wir mit Ihnen, ob und wie dieser für Ihre persönliche Situation infrage kommt. Gerade bei längerfristigen Therapien soll der Termin schließlich nicht nur fachlich sinnvoll sein, sondern auch möglichst gut in den Alltag passen.

Wenn ausschließlich Termine am späten Nachmittag möglich sind, sagen Sie uns das bitte bei der Anmeldung. Dann berücksichtigen wir dies bei der Terminplanung – möglicherweise ist damit allerdings eine längere Wartezeit verbunden.

Für eine logopädische Behandlung als Heilmittel benötigen Sie eine ärztliche oder – bei bestimmten Indikationen – zahnärztliche Verordnung. Sie müssen mit der Kontaktaufnahme bei uns aber nicht warten, bis Ihnen die Verordnung vorliegt. Gerade wenn mit einer Wartezeit zu rechnen ist, ist eine frühzeitige Anfrage sinnvoll.

Wichtig ist, dass die Verordnung zum tatsächlichen Therapiebeginn gültig ist. Bei gesetzlich Versicherten muss eine Heilmittelbehandlung grundsätzlich innerhalb von 28 Kalendertagen nach Ausstellung beginnen; bei als dringlich gekennzeichneten Verordnungen innerhalb von 14 Tagen.

Wie häufig und in welchen Abständen die Behandlung stattfindet, richtet sich nach der Verordnung und dem individuellen Therapiebedarf. Der Heilmittelkatalog sieht je nach Indikation unterschiedliche Frequenzen vor; häufig kommen beispielsweise ein bis mehrere Termine pro Woche infrage.

Wie wir die Termine konkret planen, besprechen wir gemeinsam mit Ihnen. Dabei berücksichtigen wir sowohl die therapeutischen Anforderungen als auch die Möglichkeiten im Alltag.

Zunächst möchten wir Sie beziehungsweise Ihr Kind kennenlernen. Wir sprechen über den Anlass für die Behandlung, die bisherige Entwicklung und darüber, was Ihnen im Alltag auffällt oder Schwierigkeiten bereitet.

Je nach Anliegen schließen sich eine logopädische Diagnostik und erste therapeutische Schritte an. Daraus entwickeln wir die individuellen Therapieziele und besprechen mit Ihnen, wie es weitergeht.